Kombi-Bau: Flüchtlingsunterkunft und Gesamtschule unter einem Dach

Staatssekretärin Serap Güler zeigte sich während der Einweihungsfeier am 4. Mai 2018 begeistert von der Kombination Flüchtlingsunterkunft und Gesamtschule.  „Es ist schon etwas Besondres, wenn geflüchtete Menschen mit Schülerinnen und Schülern unter einem Dach vereint sind. Im Kombi-Haus treffen sich verschiedene Kultuen und Sprachen. Damit ist es eine wunderbare Begegenungsstätte, die ganz nebenbei einen wichtigen interultruellen Austausch ermöglicht. Diese Idee kann ein gutes Beispiel für andere Kommunen sein“, erklärte Serap Güler. Zudem ginge die Gemeinde geschickt mit dem Leerstand um, der entsteht, weil weniger Menschen zu uns fliehen. „Indem Sie den rhähten Raumbedarf der benachbarten Schule nutzen, schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe.“ Dieses Gebäude biete zudem eine großartige Chance: “ Menschen mit mit Fluchtgeschichte leben nicht weit ab vom Schuss und beengt in Zelten, sondern mittendrin. Sie können sich selbst als Teil der Gesellschaft wahrnehmen“, so die Staatssekretärin im Grußwort.

Neben den geladenen Gästen nahmen auch viele interessierte Bürgerinnen und Bürger das Angebot zu einer Führung durch den Kombi-Bau an, machten sich ein Bild davon, wie die Bürgermeisterin mit Rat und Verwaltung die gesteckten Ziele zur Unterbringung von Geflüchteten umgesetzt hat.

Ziele von Politik und Verwaltung waren damals (Dezember 2015) und sind auch heute die bestmögliche Aufenthaltsqualität für die Menschen, die in der Gemeinde Weilerswist Schutz und Hilfe vor Krieg, Gewalt und Perspektivlosigkeit suchen und angesichts der unsicheren globalen Situation eine bauliche Lösung zu finden, die unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit eine Vielzahl anderer Folge-Nutzungsmöglichkeiten bietet.  Dieses wohl einmalige Projekt erforderte die Zusammenarbeit vieler Köpfe und Hände aus Rat und Verwaltung, von kreativen Planern, der Umsetzung durch die Handwerker vor Ort und durch die ehrenamtlich Tätigen. Das gesteckte Ziel zur nachhaltigen Nutzung wurde schon vor Baubeginn konkret. Im Laufe des Jahres 2016 nahm der Flüchtlingsstrom nach Deutschland mehr und mehr ab, der absehbare Bedarf an die Unterbringung von Geflüchteten ging auch in der Gemeinde Weilerswist zurück. Gleichzeitig aber stieg der Raumbedarf der benachbarten Gesamtschule, unter anderem wegen des differenzierten Unterrichtsangebots und des differenzierten Unterrichtsangebots für Kinder der Geflüchteten.